Marstall 2, 67433 Neustadt an der Weinstraße

Ihre Rechte als Mandant

Mandatserteilung und Anwaltsvertrag

Als Betroffener bei rechtlichen Problemen ist die Beauftragung eines Rechtsanwaltes oft ein dringend notwendiger Schritt, um  Schaden abzuwenden. Der Anwalt  hilft  bei der Durch-setzung von Forderungen und wehrt unberechtigte Ansprüche ab.  Er kann mit dem notwendigen Fachwissen helfen, dass der Konflikt zu Ihrer  Zufriedenheit erledigt wird.

Grundsätzlich kann ein Rechtsanwalt mündlich oder schriftlich beauftragt werden. Der Anwaltsvertrag ist dabei an keine bestimmte Form gebunden. Das kann erfolgen per Telefon mit dem Auftrags an den  Anwalt, tätig zu werden und wenn dafür die dafür notwendigen Informationen geliefert werden. Der Anwaltsvertrag ist ein entgeltlicher Geschäftsbe-sorgungsvertrag und  kommt dann zustande, wenn fallbezogene Informationen geliefert oder übermittelt  werden.

Wir möchten Sie vorrangig gerne persönlich kennen lernen, um Ihre Probleme zu verstehen und Sie  beraten zu können. 

Die moderne Technik gibt Ihnen und uns auch die Möglichkeit,  elektronisch miteinander zu kommunizieren und ihre Rechtsfragen auf diesem Weg zu beantworten.  Sie haben auch die Möglichkeit, zuerst einmal mit uns telefonisch in Kontakt zu treten.

Anwaltsvertrag über Fernkommunikationsmittel

Soweit Sie mit uns einen Anwaltsvertrag abschließen und aufgrund einer elektronischen Kommunikation die Mandatserteilung  in den Anwendungsbereich des Fernabsatzrechts fällt oder fallen könnte, wollen wir Sie  ausdrücklich darauf hinweisen, dass Ihnen ein Widerrufsrecht nach den § 312 Buchst. g, Abs. 1 § 355 BGB zusteht, soweit der Anwaltsvertrag als Fernabsatzvertrag gemäß § 312 Buchst. c BGB einzuordnen ist. Diese Anwaltsverträge sind danach Verträge über die entgeltliche Erbringung einer Dienstleistung im Sinne der § 312 Abs. 1, § 312 Buchst. c Abs. 1 BGB und werden von uns zu Ihrem Schutz im Zweifelsfall als solche den Regeln über Fernabsatzverträge unterworfen.

Fernabsatz, Widerrufsrecht und Fristen

Einem Verbraucher als Mandanten (vgl. zur Definition des Verbrauchers § 13 BGB)  steht bei Fernab­satz­ver­trägen nach § 312c BGB ein Widerrufsrecht nach §§ 355, 356 BGB zu. Der Verbraucher kann den Vertrag innerhalb von 14 Tagen ohne Angabe von Gründen widerrufen. Die Frist zum Widerruf beginnt mit Vertrags­schluss, sofern der Mandant ordnungsgemäß über sein Widerrufsrecht belehrt wurde. Bei der Fristbe­rechnung zählen der Tag des Fristbeginns und auch Wochenenden und Feiertage mit! Die anliegende Widerufsbelehrung wird zum Gegenstand des Anwaltsvertrags.

Nach Abschluss des Anwaltsvertrags und vor Beginn unserer Arbeit verlangen wir von Ihnen einen angemessenen Kostenvorschuss. Der Gesetzgeber sieht die Möglichkeit ausdrücklich in § 9 RVG vor: Demnach kann der Rechtsanwalt von seinem Mandanten einen angemes-senen Vorschuss verlangen, der sich nach den entstandenen und voraussichtlich entstehen-den Gebühren und Auslagen richtet. Wann und wie der  Vorschuss zu zahlen ist,  bestimmt der Rechtsanwalt selbst: Er kann ihn gleich mit der Aufnahme seiner anwaltlichen Tätigkeit verlangen, aber auch erst im Laufe der Mandatierung selbst.

Widerufsbelehrung

Sie haben das Recht, binnen 14 Tagen ohne Angabe von Gründen diesen Vertrag  zu widerrufen.

Die Widerrufsfrist beträgt 14 Tage ab dem Tag des Vertrags­schlusses.

Um Ihr Widerrufsrecht auszuüben, müssen Sie uns, Kanzlei Rechts­anwälte  Wolfgang und Dr. Christian Schliecker GdbR, mittels einer eindeutigen Erklärung, z. B. durch einen mit der Post versandten und von Ihnen persönlich unterschriebenen Brief, auch per Telefax oder  E-Mail, über Ihren Entschluss, den Vertrag zu widerrufen, informieren. Zur Wahrung der Widerrufsfrist reicht es aus, dass Sie diese Mitteilung über die Ausübung des Widerrufs­rechts vor Ablauf der Widerrufsfrist absenden.

Folgen des Widerrufs

Wenn Sie diesen Vertrag widerrufen, haben wir alle Zahlungen, die wir von Ihnen erhalten haben, unverzüglich und spätestens 14 Tage ab dem Tag zurück­zu­zahlen, an dem die Mitteilung über Ihren Widerruf in unserer Anwalts­kanzlei eingegangen ist.

Für die Rückzahlung verwenden wir dasselbe Zahlungs­mittel, das Sie bei der ursprüng­lichen Transaktion eingesetzt haben, es sei denn, mit Ihnen wurde ausdrücklich etwas anderes vereinbart. In keinem Fall werden Ihnen wegen dieser Rückzahlung Entgelte berechnet.

Haben Sie verlangt, dass mit der Beratung oder Vertretung während der Widerrufsfrist begonnen werden soll, so haben Sie uns für bereits erbrachte Leistungen einen Betrag zu bezahlen, der dem Wert der bis zu diesem Zeitpunkt, zu dem Sie uns von der Ausübung des Widerrufs­rechts hinsichtlich dieses Vertrags unterrichten, erbrachten Leistungen entspricht.

Verlust des Widerrufs­rechts

Ihr Widerrufsrecht erlischt vor Ablauf der Widerrufsfrist, wenn wir auf Ihre ausdrückliche Zustimmung hin mit der Ausführung der Leistungen begonnen haben und die Leistungen vor Ablauf der Widerrufsfrist vollständig erbracht wurden.

Sie können sich das entsprechende Formular als PDF hier herunterladen und uns per E-Mail zusenden. 

Anwaltskanzlei Schliecker

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